Was ist Propolis?

Propolis ist ein Gemisch vieler verschiedener Stoffe, welche die Bienen von Bäumen, Blättern und Knospen in ihrer Umgebung sammeln. Die Zusammensetzung ist je nach Herkunft sehr unterschiedlich. Je nachdem, was in der Umgebung der Bienen vorkommt, reicht die Propolis-Farbe von Hellgelb über Rötlich bis hin zu Dunkelbraun. Dieses Naturprodukt hat einen deutlich erkennbaren aromatischen Duft. Der Geschmack ist scharf und bitter. Bei warmen Temperaturen ist die Beschaffenheit weich und klebrig. Bei Kälte ist es fest und kann leicht zu Pulver vermahlen werden.

Wie entsteht Propolis?

Das würzig duftende Propolis ist eine zähklebrige Masse, mit der sich das Volk sehr effizient vor Viren und Bakterien schützt. Ohne dieses Bienenharz hätten Seuchen im Bienenstock ein leichtes Spiel.

So ist es nur naheliegend, dass wir Menschen uns diese wertvolle Substanz zunutze machen. Natürlich – ohne das Gleichgewicht im Bienenstock zu beeinflussen. Es findet in der Naturheilkunde seit Langem vielfältige Anwendung, denn der Bienenkitt verfügt über diverse biologische Wirkungen:

Propolis, eine Wunderwaffe der Natur

  • Unterstützung der körpereigenen Entgiftung
  • Stärkung der Immunkompetenz, besonders bei erhöhtem Stress und zur Verbeugung in der kalten Jahreszeit
  • Unterstützung der Allergenkarenz und der Wundheilung
  • Positive Wirkung auf die Verdauung durch Verbesserung der Schleimhaut-Qualität und Anregung der Lebertätigkeit
  • für gesundes Zahnfleisch

Was ist im Bienenkittharz Propolis enthalten?

Hauptbestandteil von diesem Naturprodukt sind Wachse und Harze. Weitere Bestandteile sind Polyphenole, Flavonoide, ätherische Öle, Fettsäuren, Polysaccharide und Blütenpollen. Die genaue Zusammensetzung ist abhängig vom Zeitpunkt der Sammlung durch die Bienen und vom Herkunftsgebiet. Inzwischen sind über 700 verschiedene Inhaltsstoffe weltweit in Propolis nachgewiesen worden. Flavonoide und Polyphenole sind die Hauptbestandteile.

Flavonoide und Polyphenole

Flavonoide sind Blütenfarbstoffe und werden zur Gruppe der Polyphenole gezählt. Polyphenole sind sekundäre Pflanzenstoffe. Sie dienen der Abwehr von Schädlingen und schützen die Pflanzen vor Umwelteinflüssen wie etwa starker Sonneneinstrahlung.

Wozu nutzen die Bienen Propolis?

In einem Bienenstock leben oft bis zu 50.000 Bienen auf engstem Raum zusammen. Im Bienenstock ist die Luft feucht und klettert oft auf Temperaturen bis zu 37 Grad Celsius. In diesem Klima können sich leicht Krankheiten ausbreiten und das Bienenvolk bedrohen. Die Bienen nutzen Propolis zur Krankheitsvorsorge.

Sie überziehen das Innere der Waben mit Propolis, um sie abzudichten, die Brut vor Krankheiten zu schützen und die Waben sauber zu halten. Propolis wird von Imkern auch Kittharz oder Bienenleim genannt.

Auch an den Einfluglöchern verteilen die Bienen Propolis, damit hinein krabbelnde Bienen keine Viren, Bakterien oder Pilze mit in den Bienenstock bringen. So ist der Bienenstock bestens vor eindringenden Keimen geschützt.

Wie entsteht Propolis?

Die von Laubbäumen gesammelte harzige Substanz verarbeiten die Bienen weiter. Sie vermischen das gesammelte Material mit Wachs, Blütenpollen und Speichelsekret. Das fertige Gemisch ist die Propolis. Ein Bienenvolk kann je nach Angebot in der Natur pro Jahr zwischen 50 und 500 g Propolis herstellen.

Geschichtliches zu Propolis

Propolis ist bereits seit der Antike bekannt. Schon Römer, Griechen und Ägypter kannten und nutzten das Bienenprodukt. In Ägypten wurde dieses Naturprodukt zusammen mit anderen Substanzen zur Einbalsamierung von Mumien genutzt.

Hauptmenü