Was hilft gegen Gelenkschmerzen?

Naturheilkunde bei Gelenkschmerzen

Wer bereits Gelenkschmerzen hat oder möglichst lange darauf verzichten möchte, der kann das Thema von verschiedenen Seiten angehen. Die richtige Ernährung ist ein wesentlicher Pfeiler, doch es gibt noch weit mehr Möglichkeiten, den Gelenken zu helfen und damit beweglich zu bleiben.

Die richtigen Gewürze bei Gelenkschmerzen

Hier bietet die Küche vielfältige Möglichkeiten, den Gelenken im wahrsten Sinne einzuheizen. Und darum geht es auch. Gewürze wie Curcuma, Ingwer, Kreuzkümmel oder auch Chili enthalten Scharfstoffe und andere ätherische Öle, die wärmend, durchblutungsfördernd sowie antientzündlich wirken. Regelmäßig verwendet, sind sie eine wertvolle und würzige Hilfe zur Erhaltung der Beweglichkeit und in der Lage, auch Schmerzen günstig zu beeinflussen.

Naturheilkunde bei Gelenkschmerzen

Gerade bei Problemen mit den Gelenken hat die Natur-Apotheke ausgesprochen viel zu bieten. Man kennt zahlreiche Pflanzen, die sehr wohltuend auf geschädigte Gelenke wirken. Stehen entzündliche Prozesse im Vordergrund, hat sich die Verwendung von Teufelskralle seit vielen Jahren auch bei uns etabliert. Bereits Hildegard von Bingen setzte erfolgreich Zubereitungen aus Beinwell und vor allem Arnika ein. Rosmarin und Wacholder besitzen wärmenden Effekt und reduzieren die Schmerzintensität. Dafür gibt es Fertigpräparate in Reformhäusern oder Apotheken zur äußerlichen Anwendung, aber auch als Tee oder Tinktur.

Zahlreiche Pflanzen wirken wohltuend auf geschädigte Gelenke aus
Zahlreiche Pflanzen wirken sich wohltuend auf geschädigte Gelenke aus

Hausmittel bei Gelenkschmerzen

Quarkwickel bieten sich bei Gelenkschmerzen an
Quarkwickel wirken kühlend, abschwellend, durchblutungsfördernd und schmerzlindernd

Wer etwa Knieprobleme hat, kann auch gut auf vielfach und über Generationen erprobte Hausmittel zurückgreifen. So bieten sich Quarkwickel besonders bei Gelenkschmerzen mit entzündlichen Gelenksprozessen an. Sie wirken kühlend, abschwellend, durchblutungsfördernd und schmerzlindernd. Dabei gilt es zu beachten, dass man die Anwendungsdauer auf etwa 20 Minuten begrenzt und, ganz wichtig, den Quark nicht direkt auf Verletzungen oder offene Hautstellen aufbringt.
Ein ebenso gut erprobtes Hausmittel bei Gelenkschmerzen: Kohlwickel aus Wirsing oder Weißkohl. Die Senföle und weitere wohltuende sekundäre Pflanzenstoffe wirken entzündungshemmend und durchblutungsfördernd. Dazu werden die Blätter gewalzt und idealerweise über mehrere Stunden auf den betroffenen Gelenken befestigt. Das kann durchaus auch über Nacht geschehen.
Ein Heilbad aus Heublumen kann ebenfalls wohltuende Linderung verschaffen. Heublumen enthalten verschiedene Pflanzenstoffe, die die Durchblutung unterstützen, Schmerzen lindern und die Entgiftung anregen.

Mit Blutegeln die Gelenke entlasten

Eine klassische Methode der alternativen Medizin ist die Anwendung von Blutegeln bei Gelenksproblemen. Dabei werden ein oder mehrere Blutegel im Bereich des betroffenen Gelenkes angesetzt. Im Speichel der Tiere befinden sich mit Hirudin und Eglin besondere Enzyme. Dadurch wird der Blutfluss im Gewebe angeregt und auch die lymphatische Tätigkeit unterstützt. Ein klassischer Entgiftungsprozess, der das Gelenk von Schlacken befreit und Entzündungen reduzieren kann. 

Der richtige Sport bei Gelenkschmerzen

Bei vielen Krankheiten und gesundheitlichen Problemen sind wir den ärztlichen Rat gewohnt, dass der Körper Schonung braucht, um sich zu erholen. Diese Empfehlung gilt bei Gelenkschmerzen oder –Problemen nur sehr bedingt. Tatsächlich möchte auch ein bereits geschädigtes Gelenk bewegt werden, um nicht weiteren Schaden zu nehmen. Es kommt hier auf das richtige Maß Sport bei Gelenkschmerzen an! Schonende und damit ideale Sportarten sind vor allem Aqua-Jogging, Schwimmen oder Nordic Walking. Auch Radfahren geht in der Regel gut, wenn es keine Probleme bereitet. Von Joggen ist eher abzuraten, da die dabei auftretenden Kräfte das Gelenk zusätzlich schädigen können. Das gilt umso mehr für Menschen mit bestehendem Übergewicht. Was aber definitiv gilt: Wer rastet, der rostet!

Dr. Kappl: langsam anfangen!
Wer jahrelang keinen Sport betrieben hat, sollte ganz langsam starten. Der Körper und natürlich auch der Bewegungsapparat müssen sich erst an die Belastung gewöhnen. Schritt für Schritt verbessert sich auch Ihre Muskelkraft, die dann wiederum ein zusätzlicher Schutzfaktor für Ihre Gelenke darstellt. Aber halten Sie vor dem Beginn sportlicher Betätigung Rücksprache mit Ihrem Arzt oder Therapeuten.

Einlagen gegen Gelenkschmerzen? 

Wer Fußprobleme hat, lässt sich häufig spezielle Einlagen für die Schuhe anfertigen. Doch auch die gesamte Statik unseres Körpers profitiert von gut angepassten Einlagen und sinnvoller Korrektur, die Einlagen gleichen Fehlbelastungen aus, die sich von den Füßen bis in Knie und Hüftgelenke und darüber hinaus erstrecken können. Unterschiedliche Beinlängen sind oft ebenfalls mitbeteiligt an ungleichmäßigen Abnutzungen der Gelenke und damit auch an Gelenkschmerzen. Hier können physiotherapeutische und naturheilkundliche manuelle Therapien (wie die Dorn-Therapie ) wohltuenden Ausgleich schaffen. 

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