Kastanienhonig – gesund und einzigartig im Geschmack

Ausgangsstoff für Kastanienhonig ist der Nektar von Edelkastanien (Castanea sativa). Der bei Feinschmeckern aufgrund seines herben Geschmacks beliebte Honig ist besonders in der italienischen Küche wichtiger Bestandteil vieler Gerichte. Kastanienhonig verleiht als besondere Zutat in Grill-Marinade Spare-Ribs und anderem Gegrillten einen besonderen Geschmack.
Die Edelkastanie ist ein Laubbaum, der große braune Nüsse entwickelt. Diese Nüsse sind essbar. Daher hat die Edelkastanie auch den Namen Esskastanie. Die Nüsse werden in der kalten Jahreszeit auf vielen Straßen Europas über offenem Feuer geröstet und als „Heiße Maroni“ verkauft.
Edelkastanien wachsen vor allem im Mittelmeerraum und im Kaukasus. Die Römer brachten die Bäume erstmals nach Deutschland. Sie werden wegen der essbaren Früchte und des harten Holzes angebaut und geschätzt.

Besonderes Aroma von Edelkastanienhonig

Kastanienhonig, würzig aromatisch
Kastanienhonig mit herzhaftem Aroma

Kastanienhonig hat eine rötlich-bräunliche Färbung und ein intensives Aroma, das als herb oder würzig beschrieben wird. Unter Honigfreunden und Feinschmeckern ist der Honig daher sehr beliebt.

Anders als andere Honigsorten bleibt Kastanienhonig viel länger flüssig und kann daher über lange Zeit gelagert werden, ohne seine Konsistenz zu verlieren.

Erzeugung von Kastanienhonig

Kastanienhonig wird wie andere Honigsorten auch erzeugt, indem die Bienen Blütennektar sammeln. Für Kastanienhonig sammeln sie den Nektar aus den Blüten der Edelkastanien. Hauptsächlich können Bienen Kastanienwälder im Mittelmeergebiet anfliegen.

Edelkastanienhonig gehört zu den seltenen Honigsorten, da es nur wenige Kastanienwälder gibt. Zudem ist die Blütezeit – also die Zeit, in der die Bienen den Blütennektar sammeln können – nur kurz. Insgesamt haben die Bienen nur etwa zwei Monate Zeit, bevor sich aus den Blüten die Nüsse entwickeln.

Der Geschmack von Kastanienhonig ist herb und manchmal sogar etwas bitter. Daher lassen Imker ihre Bienen auch andere Gebiete mit Klee oder Robinien anfliegen, damit der intensive Geschmack des Kastanienhonigs etwas abgemildert wird.

Es gibt strenge Richtlinien bei der Benennung von Honig als Kastanienhonig zu beachten. Nur so lässt sich gewährleisten, dass Kastanienhonig auch hauptsächlich aus dem gesammelten Nektar von Edelkastanien erzeugt ist. Mehr als 50 % des gesammelten Blütennektars muss von Kastanienbäumen stammen.

Wirkung von Edelkastanie

Bestandteile der Edelkastanie wirken zusammenziehend auf Gewebe (adstringierend), hustenreizstillend und fangen freie Radikale (antioxidativ) ab. Daher wird die Edelkastanie als Pflanze traditionell bei Atemwegsproblemen angewendet. Für die Schleimhaut im Hals- und Rachenbereich werden in der traditionellen Heilkunde Gurgellösungen aus Edelkastanie empfohlen.

Die Wirkungen der Edelkastanie (Castanea sativa) sind nicht mit den Wirkungen der Rosskastanie (Aesculus hippocastanum) zu verwechseln. Es handelt sich um völlig unterschiedliche Wirkungen der beiden Kastanienbäume

Kastanienhonig, fester Bestandteil bei Hildegard von Bingen

Kastanienhonig ist fester Bestandteil der Hildegard von Bingen-Medizin. Die Äbtissin empfiehlt den Verzehr des Kastanienhonigs bei Schwächezuständen, zum Beispiel nach langen Krankheiten oder in stressigen Lebenssituationen.

Hildegard von Bingen empfiehlt in ihren Schriften den Edelkastanienhonig auch als „Maronenkur für die Leber“. Eine kurmäßige Anwendung von Kastanienhonig soll der Leber helfen zu gesunden und den Menschen wieder in die Balance bringen.

Hildegard empfiehlt Kastanienhonig bei Schwäche
Hildegard von Bingen hat schon Kastanienhonig verwendet
Tipp: Kastanienhonig in der Küche
Der Kastanienhonig ist eine seltene Delikatesse und sehr vielseitig in der Küche einzusetzen. Er passt zu vielen Speisen und kann Frühstück und herzhafte Gerichte mit seinem besonderen Geschmack eine herzhafte Würze verleihen. Zusätzlich kann der Kastanienhonig – wie andere Honigsorten auch – zur natürlichen Unterstützung vielerlei Beschwerden eingesetzt werden.

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