Überspringen zu Hauptinhalt
Kürbiskerne – Die Unterschätzten Kraft-Kerle

Kürbiskerne – die unterschätzten Kraft-Kerle

Man meint zu wissen, dass Brot, das mit Kürbiskernen geadelt und garniert ist, besonders gesund ist. Warum das aber so ist, wissen wir vielfach nicht genau. Fakt ist: Die Kerne sind höchst interessant und liefern uns weit mehr als Ballaststoffe und dem Bäcker einen Grund, die Brötchen teuer zu verkaufen.

Proteine in Hülle und Fülle – alles vegan

Oft ziehen eifrig argumentierende Fleisch-Konsumenten die Eiweiß-Karte. Gerade sportliche oder schwer arbeitende Menschen würden tierische Produkte benötigen, um den Eiweißbedarf zu decken. Es hat sich allerdings mittlerweile herumgesprochen, dass nicht nur Schnitzel, Fisch oder Quark Quell lebensnotwendiger Proteine sind. Denn auch Hülsenfrüchte und in geringerem Maße Pilze und Nüsse versorgen mit Eiweiß. Doch Kürbiskerne toppen deren Nahrhaftigkeit! Bis zu 35 Gramm gut verwertbares Eiweiß finden sich in 100 Gramm Kürbiskernen. Ein Spitzenwert, an den noch nicht mal mageres Geflügel oder Fisch herankommt.
Dazu ist das Aminosäureprofil ideal. Kürbiskerne enthalten Arginin, eine Aminosäure, die unsere Blutgefäße erweitert und bei Leistungssportlern hoch im Kurs steht. Tryptophan wird benötigt, um das Glückshormon Serotonin im Gehirn herzustellen – Brain Food sozusagen. Und Tryptophan kann das Einschlafen am Abend erleichtern.

Mikronährstoffe für Abwehr, Herz und Stoffwechsel

Die ziemlich fettreichen Kürbiskerne enthalten die allermeisten der von uns benötigten Vitalstoffe. So etwa die für unsere Abwehr wichtigen Spurenelemente Kupfer und Zink – oder Mangan und Phosphor, die im Knochenstoffwechsel und den Gelenken eine Rolle spielen.
Unser Herz wie auch die übrige Muskulatur profitieren von bemerkenswerten Mengen an Magnesium, Vitamin E und ungesättigten Fettsäuren. Diese Stoffe wirken auch als Schutz und Leistungsfaktoren im gesamten Organismus.
Kürbiskerne verfügen zudem über ganz spezielle Pflanzenstoffe, die zu den Phytosterinen gehören. Man macht sich deren biologische Kraft vor allem bei Prostata- und Blasenleiden zunutze.

Kürbiskerne als kulinarische Krönung

Die typisch nussig schmeckenden Kürbiskerne sind kulinarisch höchst vielseitig. Sie lassen sich zum Brotbacken hervorragend verwenden, machen sich gut als Beilage in Gemüsesuppen oder verfeinern die Pesto zu den Nudeln. Wer mag, kann sie auch mit ins Müsli geben oder in den Salat. So wird aus vielen Gerichten, auch ganz ohne tierische Zutaten, im Handumdrehen eine vollwertige und wohlschmeckende Mahlzeit.

An den Anfang scrollen