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Meterlang windet sich der Darm, anschließend an den Magen, durch unseren Körper. Was sich dabei abspielt, wenn unsere Nahrung Stück für Stück in allerkleinste Bestandteile zerlegt wird, bleibt uns im Wesentlichen verborgen.
Unser Darm ist ein sehr robustes System, das vieles über sich ergehen lässt. Zumindest sehr lange Zeit. Sei es Stress, hektisches Essen, wenig Bewegung – und vor allem: einseitige, vitalstoffarme Ernährung. Doch irgendwann kann dieses komplizierte Zusammenspiel aus Verdauungsenzymen und unterschiedlichsten mikrobiologischen Kulturen aus dem Takt geraten. Erst dann nehmen wir Notiz. Von Bauchgrummeln, Aufgeblähtsein, unregelmäßigen Stühlen und mehr.

Was ist mit Darmflora oder „Kulturen“ gemeint?

Der Darm ist in verschiedene „Abteilungen“ aufgeteilt. Zwölffingerdarm und dann der Dünndarm schließen sich in dieser Reihenfolge an den Magen an. Hier findet die eigentliche Aufspaltung der Nahrung statt. Danach kommt der Dickdarm, der Flüssigkeit zurückgewinnt und verschiedenen anderen Aufgaben nachkommt. Es herrscht also in etwa Arbeitsteilung. Da und dort finden spezielle Prozesse statt, die auf Bakterien und andere Mikroorganismen angewiesen sind. Die Zusammensetzung dieser „Flora“ ist übrigens Kultur-abhängig und bei jedem Menschen etwas anders.

Entgleist nun diese Welt etwas, ändert sich natürlich auch die Leistungsfähigkeit unserer Verdauung. Vitamine und Nährstoffe werden nicht mehr gut und vollständig aufgenommen, wir spüren empfindlich, dass „etwas nicht stimmt“. Wir fühlen uns aufgebläht oder „voll“. Verantwortlich sind dann oft überhand nehmende Keime oder Pilze, die gute Kulturen wie Laktobazillen oder Bifido-Bakterien zurückdrängen.

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Welche Rolle spielen Stress und die Ernährung für den Darm?

Unser Alltag ist heute oft hektisch. Die Currywurst im Stehen, zwischen zwei Terminen – einmalig ist das kein großes Problem. Vielleicht haben wir kurz etwas Magendrücken. Aber wenn das die Regel wird und vielleicht noch andere Lebens-Belastungen dazukommen, sind unsere Verdauungsdrüsen irgendwann überfordert. Proteine, Kohlenhydrate und Fette werden nicht mehr ideal aufgeschlossen, ebenso wenig Vitamine und Mineralien. Mit der Zeit wird auch die erwähnte Darmflora ungünstiger. Ein problematischer Prozess.
Deshalb sollten wir der Ernährung und der Art, wie diese abläuft, besondere Bedeutung schenken.

Wir wollen hier nicht die Fleisch-Frage stellen. Aber es ist klar: Eine Ernährung, die vor allem aus vitalstoffreichem basischem Gemüse, aus Obst und Ballaststoffen besteht, tut den allermeisten Menschen gut. Es vereinfacht den Verdauungsprozess, wenn wir uns Zeit nehmen und gut kauen, denn: Bereits im Mund wirken Verdauungsenzyme des Speichels. Außerdem hat der Magen mit gut zerkleinerten Mahlzeiten spürbar weniger Arbeit.
Bitterstoffe zum Beispiel aus Chicoree regen die Tätigkeit der Verdauungsdrüsen von Leber, Darm und Magen an. Wer sich ein wenig an die Tipps hält und ausreichend trinkt, der darf natürlich auch ab und zu sündigen. Das kann der Darm dann locker ab.

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